Find ich super. Frau Pauli ist ja stets bemüht, neuartige Ideen unters Volk zu bringen. Ob das nun eine Verpflichtung für Parteimitglieder ist, sich in Lack und Leder ablichten zu lassen, oder eben auch eine Haftungsbegrenzung bei Entscheidungen, die nicht im Vollbesitz der geistigen Kräfte getroffen werden (siehe
Britney Spears).
Die Regelung an sich ist ja sinnvoll: Nach sieben Jahren hat der typische Mann ja spätestens keine Lust mehr auf seine Frau und braucht daher unbedingt etwas Neues. Da ist es natürlich sehr lästig, wenn man dann aufgrund des damals, in einem anderen Leben abgegebenen Eheversprechens, das man ja heute, im normalen Zustand, so gar nicht mehr gäbe, an die welk werdende Langweilering gebunden ist. Und weil solche Willenserklärungen, wie sie zu einer Eheschließung nunmal gehören, gar nicht vom normalen Bürger abgegeben werden kann, muß der Staat eingreifen. Zu Recht! Wenn der Bürger schon nicht einmal Kinder erziehen oder selbständig denken kann, sollte ihm auch das Recht entzogen werden, sich selbst aufgrund einer spontanen Laune heraus auf ewig unglücklich zu machen.
Außerdem regte ein solches Gesetz auch die Umverteilung der Partner an. Umverteilung ist ja per se das wichtigste Gut in der Politik, also kann es in bezug auf das Zusammenleben nicht schlecht sein. Denn, so die Rechnung der Politikerin, wenn nach einiger Zeit ein Mann alle hübschen Frauen durch hat, muß er sich ja zwangsläufig auch den hässlichen zur Verfügung stellen. Und umgekehrt.
Weitere Überlegungen sind allerdings noch nötig: Bis jetzt scheint es keine Mehrheit für ein 14-tägiges Rückgaberecht des Ehepartners zu geben, obwohl Pauli kompromißbereit war: Sie hätte durchaus akzeptiert, wenn in der ersten Periode (entschuldigung) des Zusammenlebens Scheckheftpflege vorgeschrieben würde, so daß der Mann seine Frau erst nach zweiwöchiger Ehe schlagen darf. Oder umgekehrt.
Der Verein sado-masochistischer Ehepartner hat bereits Protest eingelegt.